So richtig wussten wir nicht, welches Gemüse gedeihen wird, wieviele Kartoffeln es gibt und ob wir uns mit Pastinake, Grünkohl und Co gut verstehen werden… ein Jahr später ziehen wir ein erstes Resümee… Wir sind so glücklich und zufrieden, uns auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben. Die prägendste Erfahrung für uns war es, das wir wieder in Kontakt mit unserem uns umgebenden jahreszeitlichen Rhythmus kamen. Alles hat seine Zeit: Der Sommer war die Startsaison. Er brachte uns die Fülle und den Überfluss von Leben und wir haben von diesem Überfluss noch teilen können. Der Herbst brachte uns so einiges Gemüse, was bisher auf dem Markt auch eher nicht in unserem Korb landete … Mit den Herbstgemüsen sind wir gewachsen und haben an Horizont gewonnen, da wir viele neue Gerichte entdeckten. Im Winter lernten wir Bescheidenheit und Zufriedenheit. Lediglich für die Kinder kauften wir einige Gemüse dazu wie Paprika und Gurke. Sonst kamen wir auf wundersame Weise (wir hatten nicht damit gerechnet) mit der Ernte aus Eiershagen über die Woche. Es hatte etwas von äußerem Stillstand, der aber zu mehr Achtsamkeit und Wertschätzung führte. … und einer bewussten Zuwendung nach Innen… und nun nach einem Jahr starten wir in den Frühling der uns Willkommen heißen lässt. Wir heißen die Sonne Willkommen und die vielen neuen Mitglieder. Wir sind so gespannt auf weitere wertvolle Begegnungen und unser Herz hüpft ein wenig beim Anblick der neuen Folientunnel und den angekündigten Terminen in diesem Jahr. Wir dürfen uns nach einer Zeit des „Mangels“ freuen auf neues Leben in jeder Form.

Marc & Lina

1 thought on “Durch die Jahreszeiten

  1. Wir haben uns als Familie schon vor Solawi bewusst ernährt (seit 8 Jahren vegan) und auf Nachhaltigkeit geachtet. Dennoch hat uns die Mitgliedschaft in der Solidarischen Landwirtschaft Oberberg weitere Denkanstöße geliefert. Wir schauen jetzt im Supermarkt noch genauer hin, versuchen (Kunststoff-)Müll zu vermeiden, kaufen nur noch Glasflaschen und verzichten auf Produkte, die lange Wege zum Verbraucher zurücklegen müssen. Vor Solawi habe ich zwar schon immer sehr gerne lecker gegessen (vor allem die Gerichte meiner Frau 🙂 ), aber zum Kochen hatte ich überhaupt keinen Bezug. Alle Versuche Beates, mich dafür zu begeistern, scheiterten. Das hat sich dank des leckeren Solawi-Gemüses geändert. Ich habe durch die frischen regionalen Zutaten meine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt. Früher hätte ich auch geschmacklich jederzeit auf Kartoffeln verzichtet – zugunsten von Nudeln
    oder Reis. Jetzt stehen die Solawi-Kartoffeln ganz oben auf meiner persönlichen Hitliste. Sie sind einfach unschlagbar lecker.

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